ZPP-Zertifizierung für Krankenkassen-Kurse
1.
Die neuen ZPP-Kompetenzbereiche
2.
Das Curriculum (s. unten)

Die ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) fordert für die Zertifizierung von Präventionskursen die Erfüllung von fachwissenschaftlichen, fachpraktischen und fachübergreifenden Kompetenzen. Diese neuen Vorgaben von ZPP / Vdek für Qigong und Tai Chi (Taijiquan) erfüllt der DTB-Dachverband mit seinen sechs ZPP-Modulen vollständig. Die Erfolgsbilanz der Zulassungen beträgt einhundert Prozent. Die Gesamt-Stundenzahl beträgt 360 Zeitstunden (12 ECTS-Leistungspunkte), von denen 190 Stunden im Heimstudium absolviert werden können - aber nicht müssen. Bei den DTB-Formaten KURSLEITER und LEHRER-ZPP braucht man auf Wunsch nur zweimal aus dem Haus.
Fachwissenschaftlicher Kompetenzbereich (Module 1-4)
1. Pädagogik, Psychologie
1.1. Grundlagen der Didaktik und Methodik, motivationales Handeln, psychologische und pädagogische Grundlagen menschlichen Erlebens und Verhaltens (Lernen, soziale Prozesse), der Instruktion und Schulung
1.2. Vermittlungstechniken in Theorie und Praxis
1.3. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung
1.4. Grundlegende Aspekte von Stresserleben in Bezug auf die Didaktik
2. Philosophie und Geschichte des Tai Chi / Qigong
2.1. Philosophische und historische Quellen und Bezüge des Tai Chi / Qigong, insbesondere für das praktische Verständnis relevante Inhalte
3. Naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagen
3.1. Anatomie und Physiologie (Grundkenntnisse, u.a. Bewegungsapparat mit Gelenken, Funktionsketten, Faszien, Neuroendokrinologie, Psycho-Immunologie, Atemmechanik, Herz-Kreislauf-Regulation)
3.2. Wesentliche weitere Organsysteme (Verdauung, Niere, Nervensystem inkl. Sinnesorgane)
3.3. Gesunde Funktionsweise und ausgewählte stress-induzierte Krankheitsbilder (insbesondere stark prävalente chronische Erkrankungen einschl. chronischer Schmerzsyndrome)
3.4. Physiologische, neurobiologische und psychologische Erklärungsmodelle (Faszien, Bewegungskoordination, Atemkoordination, sensorisches Lernen)
3.5. Neurobiologie von Meditation
3.6. Konzept der Mind-Body Medizin und Relaxation Response
3.7. Biopsychosoziales Modell einschließlich Salutogenese
4. Medizin
4.1. Aktueller Stand der Grundlagen- und klinischen Forschung zu Tai Chi / Qigong
4.2. Relevante Aspekte aus dem psychologischen, neurowissenschaftlichen und sportmedizinischen Bereich
Fachpraktischer Kompetenzbereich (Module 5-6)
5. Tai Chi Übe-Praxis für Gesunde
5.1. Spezifische Aspekte hinsichtlich verschiedener Lebenslagen von Teilnehmenden (z.B. Schwangerschaft, Alter)
5.2. Grundlagen von Solo- und Partnerformen
5.3. Grundlagen von Übungen mit Geräten
5.4. Mögliche Interaktionen und Synergien mit anderen Techniken der Entspannung, Spannungsregulation, Bewegung (identisch mit 6.3.)
6. Tai Chi Übe-Praxis und Krankheit
6.1.Mit Focus auf krankheitsspezifische Aspekte: Kenntnis der möglichen spezifischen Wirkungen, möglichen Verletzungsrisiken, Hauptwirkungen und Kontraindikationen
6.2. Wesentliche Aspekte der TCM, die für die Anwendung des Tai Chi in der ergänzenden Behandlung von Erkrankungen relevant sind
6.3. Mögliche Interaktionen und Synergien mit anderen Techniken der Entspannung, Spannungsregulation, Bewegung (identisch mit 5.4.)
Fachübergreifender Kompetenzbereich (Modul 7)
7. Grundlagen der Gesundheitsförderng und Prävention
7.1. Strategien und Handlungsfelder der Gesundheitsförderng
7.2. Konzepte von Gesundheit und Krankheit
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Das Curriculum / Lehrinhalte
Gelehrt werden Schritt für Schritt im Detail:
o
Tai-Chi-Langform des Yang-Stils nach
Altmeister Yang Chengfu
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Einsatz von Lehrmitteln und Geräten
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Zehn Prinzipien und weitere Theorie-Bereiche
o
Übungen zu zweit
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Unterschiedlich schwierige Ausführungen
o
Traditionelle „Qi-Erklärungsmodelle“ inclusive
TCM-Teilbereichen
o
Korrekturen (verbal, manuell, visuell)
o
Verletzungsgefahr / Schädigungen
o
Angemessene Übungen hinsichtlich verschiedener
Lebenslagen
o
Kontraindikationen
o
Vorübungen zur Entspannung und
Körperwahrnehmung
Zusatzbereiche
o
TCM-Aspekte als ergänzende Nutzung
o
Absolventen haben häufig auch Vor-Erfahrungen
in anderen Techniken. Daraus können Interaktionen
und Synergien erwachsen.
Siehe auch ZPP-Lehrerschmiede und ZPP-Module
Stand 2025
Änderungen vorbehalten
